Neonazis marschierten am 08. Mai auf Trierer Friedhof

Die Polizei Trier ermittelt nach Angaben der Nachrichtenagentur ddp gegen 17 Rechtsextremisten wegen eines Aufmarsches auf einem Trierer Friedhof am 8. Mai 2009. Den Neonazis werden Verstöße gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen, sagte ein Polizeisprecher auf ddp-Anfrage. Die Neonazis gehörten der NPD an und hatten sich mit Kranz und schwarz-weiß-roten Fahnen auf dem Friedhof versammelt, Reden gehalten und alle drei Strophen des Deutschlandliedes gesungen. Im Anschluss hatte die Polizei die Personalien aufgenommen.

Zitat von der Seite der NPD in Rheinland-Pfalz:
Der 8.Mai ist der Jahrestag der Kapitulation unserer tapferen deutschen Soldaten. Heuchler, Knechte und Feinde unseres Volkes feiern diesen Tag zu Unrecht als „Befreiung“. Für uns ist der Ehrendienst zum 8.Mai jedoch längst zu einem festen Datum geworden, an dem wir diesem Tag die Inhalte geben und somit der Hetze der Etablierten immer mehr den Boden entziehen. Indem wir die verwitterten, besudelten, vernachlässigten Soldatenehrenmale in neuem Glanz=2 0erstrahlen lassen, zeigen wir aller Öffentlichkeit, was diese tapferen Freiheitskämpfer für uns und unser Volk bedeuten. Der Toten Tatenruhm ist unvergänglicher Bestandteil der Gemeinschaft, denn sie haben ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um die Gemeinschaft zu schützen. Sie waren Sozialisten der Tat. Ihr Andenken zu schützen vor jeder Besudelung, das ist unser Sozialismus der Tat!

Der Kreisvorsitzende der NPD, Safet Babic, bestätigte auf der Partei-Homepage, für die Veranstaltung verantwortlich zu sein. Er sprach von rund 30 Teilnehmern: „Etwa 30 Kameradinnen und Kameraden beteiligten sich an der Gedenkveranstaltung des NPD Kreisverbandes Trier. Auch Aktivisten der Kameradschaft Zweibrücken waren dabei.“

Siehe auch: Kapitulation und Kriegsende 1945: Das Geschenk der Freiheit, Die letzten Tage des “Führers”: Hitler tat alles, um seine erbärmliche Existenz zu verlängern