Rheinland-Pfalz: Tiefbrauner Kandidat der NPD

Klaus Acker (Bechtheim), NPD-Landesvorstandsmitglied in Rheinland-Pfalz, ist nach Angaben des blick nach rechts Spitzenkandidat der rechtsextremen Partei im Wahlkreis Alzey-Worms bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009. Acker war demnach früher stellvertretender Vorsitzender der Neonazi-Knastorganisation „Internationales Hilfskomitee für nationale politische Verfolgte und deren Angehörige e.V.“ (IHV). Gegründet wurde das IHV dem bnr zufolge 1987 von dem Holocaust-Leugner Ernst Tag als Konkurrenzorganisation zur „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V.“ (HNG).

Zeitweilig wirkte Acker als rheinland-pfälzischer Landesvorsitzender der „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP), die 1995 verboten wurde. Name und Anschrift Ackers finden sich in den Adressenkarteien der 1992 verbotenen Neonazitruppe „Nationalistische Front“ (NF) und der „Volkstreuen Außerparlamentarischen Opposition“ (VAPO), außerdem im Adressenverzeichnis der 1991 verstorbenen Neonazi-Ikone Michael Kühnen. Acker, so erinnert sich der seinerzeitige Kühnen-Gefolgsmann Thomas Brehl, nahm früher an „Veranstaltungen mit eindeutig nationalsozialistischem Charakter teil“. In Erinnerung ist dem Neonazi-Kader dem Bericht zufolge besonders Ackers „Prahlerei mit diversen Kampfsportarten“ geblieben.

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