Proteste gegen NPD-Stand auf Geschwister-Scholl-Platz

Mit einfachen aber effektiven Mitteln haben sich Wuppertaler laut einem Bericht der Westdeutschen Zeitung am 09. Mai 2009 gegen einen Stand der NPD in der Barmer Innenstadt gewehrt. Als die rechtsextremistische NPD am Geschwister-Scholl-Platz ihren Stand aufbaute, stellten sich demnach zahlreiche Bürger vor diesen und blieben dort stehen, so dass er von den Passanten nicht wahrgenommen werden konnte. Im Zuge dieser Aktionen sei es zu Rangeleien und Pöbeleien gekommen, heißt es weiter.

Die Grünen, die SPD, die Linke und auch die Initiative gegen Rassismus und für Toleranz hatten jeweils eigene Info-Stände auf dem Platz aufgebaut, um den Rechten das Feld nicht zu überlassen. Als besonders unerträglich bezeichneten dem Bericht zufolge viele Passanten, dass die Neonazis auf dem Geschwister-Scholl-Platz auftreten durften. Hans und Sophie Scholl wurden während der Nazi-Diktatur von den Nazis ermordet. Sie hatten die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ gegründet.

Siehe auch: Nach Angriff auf Gewerkschafter: Ermittlungen gegen 280 Neonazis, Kummeradschaft schmiert rum…, Haft für Nazi-Schläger / Weiterer Übergriff nach Detmolder Urteil, Verfassungsschutzbericht in NRW: Warnung vor “Autonomen Nationalisten”, “Braune Scheiße zu brauner Scheiße” – Misthaufen vor NPD-Stand ist Aktionskunst, Debatte: Die Ossifizierung des Westens