Mehrere Tausend Menschen protestieren gegen “Pro Köln”

In Köln haben nach Medienberichten mehrere tausend Menschen gegen einen Kongress der Gruppierung „Pro Köln“ protestiert. Das Treffen mit etwa 300 Teilnehmern polemisierte rassistisch gegen eine „Islamisierung Europas“. Das Bundesverfassungsgericht hatte zuvor Auflagen bestätigt, wonach die Islam-Hasser ihre Kundgebung außerhalb der Innenstadt abhalten mussten und ihnen ein Marsch zum Gelände des Kölner Moschee-Neubaus verboten wurde.

Auf einer Gegenkundgebung des Bündnisses „Köln stellt sich quer“, in dem Kirchen, Parteien und Gewerkschaften vereint sind, nannte es Oberbürgermeister Schramma eine „Anmaßung und Dreistigkeit“, ausgerechnet in einer Stadt der Toleranz und der Vielfalt, mit rassistischen Parolen auflaufen zu wollen. Der Spitzenkandidat der Grünen bei der Europawahl, Reinhard Bütikofer, erteilte rechtsextremen Bestrebungen eine klare Absage. Er rief vor mehreren Hundert Zuhörern dazu auf, den Kampf gegen Rassismus zur Alltagsaufgabe zu machen. Demokraten dürften es nicht zulassen, dass gegen Minderheiten gehetzt werde, sagte Bütikofer.

Hintergrund: Feindbild Islam – Rechtspopulistische Kulturalisierung des Politischen

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