Thüringen: NPD tritt nicht flächendeckend an

Die NPD hat es nicht geschafft, bei der Kommunalwahl in Thüringen flächendeckend Kandidaten aufzustellen. Nach eigenen Angaben tritt die Partei in sieben Landkreisen, vier kreisfreien Städten und drei Kreisstädten an. Zur zeitgleich stattfindenden Europawahl steht hingegen die DVU auf dem Wahlzettel. Insgesamt 73 Thüringer kandidieren demnach in den Landkreisen Eichsfeld, dem Kyffhäuserkreis, Nordhausen, Gotha, im Wartburgkreis, Greiz, Sonneberg, den kreifreien Städten Erfurt, Gera, Eisenach und Weimar sowie den Kreisstädten Sondershausen, Nordhausen und Greiz für die Nationaldemokraten. In Lauscha kandidiere erneut der DVU-Kommunalpolitiker Uwe Bäz-Dölle, der auch auf Platz 2 der Landesliste zur Landtagswahl sowie für die NPD für den Kreistag in Sonneberg kandidiere.

Der Beratungsverein gegen Rechtsextremismus Mobit sprach laut einem Bericht der Zeitung Freies Wort von einem Schwächeln der NPD. Zudem seien weitere Kandidaten aus dem „rechten Spektrum“ zu erwarten. So bewerbe sich im Kreis Hildburghausen eine Gruppe für den Kreistag, die vom früheren NPD-Kreisvorsitzenden angeführt werde.

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