Grüne Jugend will Hannoversches Bündnis gegen Rechtsextremismus schmieden

Die Grüne Jugend will nach der großen Demonstration gegen Rechtsextremismus am 01. Mai 2009 in Hannover den Schwung nutzen und ein Bündnis schmieden. „Wir freuen uns sehr, dass die Nazis in Hannover am 1. Mai keinen Meter laufen konnten. Die Teilnahme von zehntausenden Menschen an den Sternmärschen und dem Fest für Demokratie auf dem Klagesmarkt ist ein starkes Zeichen im Kampf gegen Rechtsextremismus“, so Sven-Christian Kindler, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen. Die breite Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch sei ein großer Erfolg des Bündniss gegen den Naziaufmarsch. Vor allem das spektrenübergreifende Engagement von Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, Migrantengruppen bis hin zur Antifa sei besonders positiv zu bewerten.

Trotzdem komme es immer wieder zu rechtextremen Straftaten und Gewalttaten. Rassistische und antisemitische Vorurteile seien in weiten Teilen der Bevölkerung verbreitet. Deswegen müsse „das Engagement gegen Nazis und Rechtsextremismus konsequent fortgeführt werden“, forderte Kindler. Die GRÜNE JUGEND schlägt daher vor, dass die Gewerkschaften, Parteien, Vertreter der Stadt und Umlandgemeinden sowie Initiativen, die an der Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch beteiligt waren, sich jetzt möglichst schnell treffen. Dabei sollten die verschiedenen Aktionen und Gegenaktivitäten im letzten halben Jahr reflektiert werden und außerdem diskutiert werden, wie die weitere Zusammenarbeit fortgesetzt werden kann. „Der nächste Nazi-Aufmarsch in der Region muss am 1. August in Bad Nenndorf verhindert werden. Einsatz für Demokratie und Menschenrechte braucht langen Atem und gute Strukturen. In einem Hannoverschen Bündnis gegen Rechtsextremismus könnten wir das Engagement der verschiedenen Initiativen gegen Rechtsextremismus bündeln und gegenseitig verstärken.“ so Kindler weiter.

Siehe auch:  1. Mai 2009: Tausende gehen gegen Neonazis auf die Straße, Die Nazis und der 1. Mai: Homogenität statt Egalität, Die Nazis und der 1. Mai: Von Niedriglöhnen und dem Ende der Gewerkschaften