Bürger in Nordwestmecklenburg machen aus NPD-Wahlplakaten Kleinholz

Von einer ziemlich kurzen Haltbarkeitsdauer sind nach einem Bericht der Schweriner Volkszeitung Wahlplakate der NPD in Nordwestmecklenburg. Denn „couragierte Einwohner“ nehmen dem Bericht zufolge die Rechtsextremen mehr als ihnen lieb sein dürfte beim Wort und folgen der Parole „Wehrt Euch!“. Ergebnis: Vermutlich Dorfbewohner holen NPD-Wahlplakate von Straßenlaternen, zertreten und zerschneiden sie. Sie nähmen dafür gar eine Anzeige in Kauf – sollten sie erwischt werden.

In Mühlen Eichsen musste demnach inzwischen ein Gemeindearbeiter losziehen. Er sammelte die Plakat-Reste von Fußwegen auf und steckte sie in einen Müllsack. Wenn die NPD die Reste haben wolle, könne sie diese in dem Ort abholen, meinte er.

„Es gab bereits einige Aufregung in Orten und Entsetzen über die Menge der Plakate“, sagte Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen der SVZ. Nach ihren Angaben können Kommunen in Satzungen festlegen, wo und in welcher Anzahl in Kommunen plakatiert werden darf und wo nicht.

Siehe auch: Neonazi Tino Müller darf nicht kandidieren – NPD-Auftreten gab “wichtigen Impuls”, NPD vor der Kommunalwahl: Mangel an inhaltlicher Substanz und vorbestrafte Kandidaten