Angeblich erneut V-Mann des VS in NRW aufgeflogen

Vor dem Landgericht Düsseldorf steht zurzeit der Ratsherr Torsten Lemmer vor Gericht. Dabei geht es um die Verbreitung von rechtsextremen und rassistischen Tonträgern. Lemmer gab vor Gericht nach Angaben der Rheinischen Post an, er habe mit der rechtsextremen Bewegung nichts mehr zu tun, die Texte seien Mist.

Interessanter als der eigentliche Fall erscheint aber eine Aussage von einem Arzt aus Oberhausen. Robert Nagels sagte vor Gericht aus, seit 1988 für den Verfassungsschutz tätig gewesen zu sein. Der aus Wesel stammende Mediziner war nach Angaben der rechtsradikalen Republikaner nicht nur der Finanzier der von Lemmer betriebenen Verlagsgemeinschaft „Rheinland GmbH“ (VGR), sondern trat bereits im April 1988 in die Partei Die Republikaner ein, wo „er aufgrund seiner extremen Ansichten auffiel“.

Im Jahr 1993 versuchte Nagels den Angaben zufolge, die Partei „mit einer undurchsichtigen Kampfsportorganisation in Solingen in Verbindung zu bringen“. Später habe er die Partei verlassen, weil „sie ihm nicht rechts genug war und seine provozierenden Auffassungen keinen Anklang fanden“. Nagels machte den Rep-Angaben vor Gericht geltend, dass er keine Aussagegenehmigung des Innenministers habe.

Siehe auch: V-Mann an rechtsextremer Radio-Hetze beteiligt, Keine V-Leute bei NPD-Spitzen in Berlin und weiteren Bundesländern, Nazis im Staatsdienst – die V-Leute des Verfassungsschutz, V-Männer in der NPD: Linksfraktion scheitert mit Antrag, Abzug von V-Leuten aus der NPD: Union will Debatte beenden , Unterstützung für Vorstoß zu neuem NPD-Verbot, Bayern will beim NPD-Verbot offenbar Ernst machen, NPD-Verbotsdebatte: Kein Millimeter Fortschritt, Das Problem mit den V-Leuten

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