Umfrage sieht NPD in Sachsen bei vier Prozent

Vier Monate vor der Landtagswahl in Sachsen zeichnet sich offenbar eine Mehrheit für CDU und FDP ab. Nach einer Umfrage des Leipziger Instituts für Marktforschung im Auftrag der „Leipziger Volkszeitung“ und des MDR kommt die CDU auf 43 Prozent; die FDP steht demnach bei neun Prozent.

Die SPD käme auf 18 Prozent und würde damit die Linkspartei (17 Prozent) als zweitstärkste politische Kraft ablösen. Die Grünen landeten den Angaben zufolge bei sechs Prozent, die rechtsextreme NPD bei vier Prozent und damit unter der für einen Einzug in den Landtag entscheidenden Fünf-Prozent-Marke.

Bei der Landtagswahl 2004 hatte die NPD 9,2 Prozent der Stimmen geholt. Die NPD-Fraktion in Sachsen hat sich strategisch von der offen neonationalsozialistischen Bundespartei distanziert und propagiert den „Sächsischen Weg“, welcher auf eine bürgerliche Fassade setzen soll, um so die Sitze im Landtag zu sichern.

Siehe auch: Die neue NPD-Spitze: eine saubere MannschaftAnalyse: Die NPD macht es sich in ihren Gräben bequem, Die NPD im Superwahljahr: Hoffen auf die Krise, NPD muss mehr als 2,5 Millionen Euro Strafe zahlenNPD offenbar nicht mehr zahlungsfähig / NPD-Chef Voigt soll Geld für Geliebte “verwendet” haben, NPD-Machtkampf geht weiter: Apfel und Gansel auf dem “sächsischen Weg”, Die NPD zwischen Pragmatismus und Propaganda, Erledigt sich die NPD selbst?