Erinnerung an Brandanschläge in Rudow

Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening hat laut rbb zu „Wachsamkeit“ gegenüber Rassismus aufgerufen. Er sprach zum Jahrestag der Brandanschläge auf Häuser in Rudow. Piening erinnerte daran, dass 2008 die Zahl rechtsextrem motivierter und rassistischer Straftaten auch in Berlin stark angestiegen sei.

Am 20. April 2009 veranstaltet das „Aktionsbündnis Rudow“ von 17 bis 19 Uhr eine Kundgebung auf der „Rudower Spinne“, um an die Anschläge vom 22. März und 20. April 2008 zu erinnern. Damals hatten Rechtsextremisten Brandsätze gegen die Wohnhäuser von Migranten geworfen. Wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung forderte die Staatsanwaltschaft fünfeinhalb Jahre Haft für Markus P. und fünf Jahre für Robert H. Die jungen Männer wurden zu Haftstrafen von drei Jahren und zehn Monaten beziehungsweise vier Jahren und acht Monaten verurteilt.

Die beiden Angeklagten hatten laut Medienberichten Kontakte zur rechtsextremen Szene. P. soll ein halbes Jahr Mitglied der NPD gewesen sein, sein Kumpel habe an einer Schulung teilgenommen.

Siehe auch: Berlin: rassistische Gewalt stieg 2008 um 40%, Rassistischer Angriff: Todesdrohung gegen Dreijährigen, Mehrjährige Haftstrafen für rassistische Brandanschläge in Berlin