Kampagnenstart: “Kein Ort für Neonazis in Thüringen”

Im Superwahljahr 2009 wird am 30. August in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Nach den Wahlerfolgen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen ist zu befürchten, dass die NPD auch in den thüringischen Landtag einziehen könnte. Um dies zu verhindern, startet die Amadeu Antonio Stiftung die Kampagne „Kein Ort für Neonazis in Thüringen“. Mit finanzieller Unterstützung durch die Stiftung Umverteilen und in Kooperation mit mehreren Partnern vor Ort werden kleine Projekte gegen Rechtsextremismus gefördert.

KEIN ORT FÜR NEONAZIS IN THÜRINGEN

„Wenn wir nicht wollen, dass Rechtsextremismus und Rassismus das Klima im Freistaat bestimmen, dann müssen wir eben selbst etwas dagegen tun“, so Anetta Kahane, Vorsitzende des Vorstands der Amadeu Antonio Stiftung. „Nicht, dass sich hinterher alle wundern, sollte die NPD auch in Thüringen mit Wahlerfolgen glänzen.“

Jugendliche können sich bei der Amadeu Antonio Stiftung bis zum 30. August 2009 mit einem Projekt bewerben. Unbürokratisch und schnell wollen wir die Jugendlichen mit bis zu 250 Euro unterstützen. Hilfe für Opfer rassistischer Gewalt, CDs gegen Rechtsrock, Diskussionsabende zum Thema Demokratie – die Amadeu Antonio Stiftung ermutigt junge Wählerinnen und Wähler, sich kreativ mit Rechtsextremismus auseinanderzusetzen und etwas dagegen zu tun.

Die Kampagne wird unterstützt durch: Aufandhalt, Aktionsbündnis Courage (ABC), Deine Stimme gegen Nazis, Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar, Jüdische Landesgemeinde Thüringen, MOBIT, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, THO – Thüringer Hilfsdienst für Opfer rechtsextremer Gewalt. Zum Download gibt es den Flyer und die Plakate der Kampagne und außerdem eine Unterstützer-Seite bei Facebook, Myspace und StudiVZ.

Siehe auch: Verfassungsschutz sieht NPD-Thüringen geschwächt, Expertin geht von NPD-Wahlerfolgen in Sachsen und Thüringen aus, Die NPD im Superwahljahr: Hoffen auf die Krise, Thüringer JN-Chef wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.