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NPD-”WM-Planer”: Prozess gegen Voigt, Beier und Schwerdt wird fortgesetzt

07. April 2009 13:10 78 mal gelesen Kein Kommentar

Vor dem Kammergericht Berlin wird der Prozess gegen den alten und neuen NPD-Chef Udo Voigt sowie zwei weitere Funktionäre der rechtsextremen Partei noch weiter fortgesetzt. Das Gericht setzte am 07. April 2009 laut Medienberichten zwei neue Verhandlungstage an. Weil ein Zeuge fehlte, wird der Prozess am 16. und 24. April fortgeführt. Eigentlich war bereits mit einem Urteil gerechnet worden.

Voigt, NPD-Bundespressesprecher Klaus Beier sowie Frank Schwerdt sind wegen Volksverhetzung und Beleidigung angeklagt. Die Angeklagten sollen nach Angaben des Gerichts für einen Planer zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 verantwortlich sein, in dem ein Trikot mit der Nummer 25 zusammen mit dem Schriftzug “Weiß – Nicht nur eine Trikot-Farbe – Für eine echte Nationalmannschaft” abgebildet war.

Damit sprang die Partei auf eine Kampagne gegen Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah auf, die bereits von anderen Neonazis betrieben worden war. Das Motto der Rassisten vom “Schutzbund Deutschland” auf einem Plakat mit einer Abbildung von Asamoah lautete: “Nein Gerald, Du bist nicht Deutschland – Du bist BRD!?”. Nach der Androhung juristischer Konsequenzen wurde das Foto Asamoahs durch wechselnde Karikaturen von ihm ersetzt.

Der damals bei Werder Bremen spielende und in Hamburg geborene Owomoyela erwirkte im April 2006 eine einstweilige Verfügung gegen das NPD-Papier, die Polizei beschlagnahmte 70.000 Exemplare. Owomoyela und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stellten außerdem Strafanzeige. Die NPD brachte trotzdem eine zweite Variante des WM-Planers heraus, in der nach Ansicht der Ermittler ebenfalls gegen dunkelhäutige Nationalspieler gehetzt werde. Nun müssen NPD-Chef Udo Voigt sowie zwei weitere hochrangige Funktionäre wegen Volksverhetzung vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im März 2008 Anklage erhoben.

Siehe auch: NPD-Spitze versucht Prozess wegen Volksverhetzung zu verzögernWM-Planer: Anklage gegen NPD-Chef erhoben, WM 2006: Die Welt zu Gast bei Feinden?

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Kein Kommentar »

  • Nazihasser said:

    Scheiss Nazis!

  • Rude-L said:

    Mit was für einem Strafmass darf man bei einer allfälligen Verurteilung rechnen?

    Mfg Rude-L

  • Dennis K. said:

    Das kommt vor allem auf das Vorstrafenregister der Angeklagten an ;-)

    Wenn sie keine Vorstrafen haben, wird’s eh wieder auf Geldstrafen hinauslaufen. Selbst mit Vorstrafen wird es vermutlich nicht über die Bewährung hinausgehen. Also vor dem Strafvollzug müssen die sich aller Voraussicht nach nicht fürchten, wenn nicht einer von denen schon wegen einschlägigen Taten mehrfach vorbestraft und auf Bewährung ist, wovon ich bei den betreffenen Personen leider nicht ausgehe…

  • WW said:

    Nazis wollen Klinsmann:

    http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/4/7/news-116537849/detail.html

    Das dürfte wieder eine typische Strategie sein, mittels Prominentem jene Medienöffentlichkeit zu bekommen, die man mit der eigenen “Politik” nicht erreicht. Man könnte auch sagen: NPD bemüht sich um Geschmeißberichterstattung :-)