NPD will Privatadressen von Journalisten – keine Bilder vom Sonderparteitag

Viele Pressefotografen und Kamerateams werden nicht vom Sonderparteitag der rechtsextremen NPD in Berlin berichten. Grund für die Entscheidung ist, dass Journalisten beim Einlass zum NPD-Parteitag zusätzlich zum allgemein anerkannten Presseausweis auch die Personalausweise mit den Privatadressen vorlegen sollten. Dies geht wie berichtet auf einen Beschluss des Parteivorstands zurück.

Der Deutsche Journalisten-Verband hatte bereits davor gewarnt, bei der Anmeldung Personalausweis oder Reisepass zu zeigen. Ein Kamerateam der ARD wurde im Vorfeld bereits nicht zugelassen. Auch die Deutsche Presse-Agentur dpa verzichtet nach eigenen Angaben auf eine Fotoberichterstattung vom Parteitag. Bilder von den begleitenden Demonstrationen sind dagegen geplant.

Siehe auch: Voigts Vorstandsliste: NPD auf Radikalisierungskurs, Dokumentation: Anträge zum NPD-Sonderparteitag, Dokumentation: Tagesordnung des NPD-Sonderparteitags, Kommentar: Abschreckung als Strategie, NPD-Parteitag: Rechtsextreme Partei spioniert Privatadressen von Journalisten aus