NPD-Sonderparteitag: Udo Voigt bleibt Bundesvorsitzender

Udo Voigt bleibt weiterhin Chef der rechtsextremen NPD. Wie bereits erwartet setzte er sich beim Sonderparteitag in Berlin gegen seinen Herausforderer Udo Pastörs, Chef der NPD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, durch. Nach NPD-Angaben gaben insgesamt 218 Delegierte ihre Stimme ab, 136 stimmten für Voigt, 72 für Pastörs, sechs enthielten sich, vier Stimmen waren demnach ungültig.

Voigt führt die Partei bereits seit 1996. Er war zuletzt durch den Skandal um seinen langjährigen Vertrauten Erwin Kemna, der Schatzmeister der NPD war, unter Druck geraten. Zudem wurden Flügelkämpfe in der Partei offen ausgetragen. Dadurch konnte Voigt seine Position wieder stärken. Dennoch geht ein tiefer Riss durch die Partei, wichtige Funktionäre wie Peter Marx, Holger Apfel oder Andreas Molau stellten sich offen gegen Voigt.

Siehe auch: NPD-Parteitag: Drohungen und Debatten auf “unterstem Niveau”, Voigts Vorstandsliste: NPD auf Radikalisierungskurs

Alle Meldungen zum NPD-Sonderparteitag 2009.