Lesetipp: Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland

Die Bibel ist für christliche Fundamentalisten Lebens- und Glaubensgrundlage, andere Religionen lehnen sie ab, alle Nichtchristen wollen sie bekehren. Homosexualität gilt als Sünde und Krankheit, die Evolutionstheorie stellen sie in Frage. Nach Schätzungen leben in Deutschland mehr als eine Million christliche Fundamentalisten. Das Buch „Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland“ bietet einen Überblick.

Die Autoren haben zahlreiche fundamentalistische Gemeinden und deren Veranstaltungen besucht, mit Anhängern, Aussteigern und Theologen gesprochen, Internetforen beobachtet, Veröffentlichungen der bibeltreuen Christen ausgewertet, unzählige Predigten analysiert. Das Buch zeigt die Arbeit von entsprechenden Vereinen, Missionswerken und Lobbygruppen, informiert über autoritäre Strukturen, angebliche Wunderheilungen und Dämonenaustreibungen. Und es fragt, wie Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland mit diesen radikalen Gruppen umgehen.

 

In einem Blog sammeln die Autoren Reaktionen auf das Buch und verweisen auf weitere Berichte über Evangelikale. Außerdem fassen sie dort einige Berichte von Evangelikalen zusammen.

Siehe auch: Bayern: Abtreibungsgegner distanzieren sich doch noch von Neonazis, Völkische Familienpolitik: “Freie Nationalisten” unterstützen Abtreibungsgegner, Bayern: Abtreibungsgegner heißen “Freie Nationalisten” zum Mitbeten willkommen, Rechtsextremer Kongress: 40.000 Gegendemonstranten in Köln erwartet, Analyse: Extreme Rechte & Islam, Feindbild Islam – Rechtspopulistische Kulturalisierung des Politischen, Die Welt aus Sicht der NPD: PI angeblich linksObamas-Wahl: “Aus für White Power” oder “Sieg des konstruierten Schwarzen”?

6 thoughts on “Lesetipp: Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland

  1. Schwer zu sagen, was dieser Beitrag auf einem NPD-Infoblog soll. Merken wir uns einfach, dass streng religiöse Christen zwar gelegentlich abstruse Meinungsmengen hegen und pflegen, aber grundsätzlich harmlos und nicht NPD-nah sind.
    Begrüssenswert aber in jedem Fall, dass bestimmte Schnittmengen zu unseren bärtigen Freunden bereits bearbeitet wurden – http://npd-blog.info/2007/07/11/analyse-extreme-rechte-islam/ -, hier ist in der Tat ein bemerkenswertes antizionistisches oder antisemitiisches Potential. Aber hier sind mE die Zusammenhänge eher theoretischer als praktischer Art.

  2. Sicher, das ist ja gerade eine „eigene Haustür“, gut formuliert, schöne Metaphorik.
    Die „Haustürenproblematik“, also welche Türen man bearbeiten möchte, stellt für mich ein wichtiges Kriterium für die Einschätzung dieses Inhaltsangebots dar.

    Monothematisch ist dieses nicht, mich, als neuen Konsumenten, interessiert genau welche Haustüren bearbeitet werden und ob man villeicht irgendwo wegguckt.
    Unsere Gesellschaft hat viele Feinde, nach meiner Beobachtung ist menschenschädliches Gedankengut recht verbreitet. Die NPD lauert so zu sagen überall.

  3. ihr habt nichts gemerkt – die realität kennt ihr nicht

    1) ich bin gegen nazis
    2) ich bin gegen linksradikale
    3) ich bin gegen christenhasser
    4) ich bin für christen, die überall auf der welt verfolgt werden
    5) ich bin gegen eine schwulenlobby, die in deutschland die macht faktisch ergriffen hat
    6) ich bin gegen massenmedien
    7) ich bin für glaubens- und redefreiheit

  4. Wer behauptet, dass die „Schwulenlobby… die Macht faktisch ergriffen hat“, nennt sich ja zurecht „nichts gemerkt“. Immerhin schätzen Sie sich korrekt ein :-)

    Andere Gruppen meinen übrigens, dass „die Juden“ „die Macht faktisch ergriffen“ haben. Das ist prinzipiell derselbe Ich-armer-Kleiner-werde-unterdrückt-Wahn. Vielleicht suchen Sie sich einfach eine solche Gruppe und propagieren demnächst, dass „die schwulen Juden die Macht faktisch ergriffen“ haben – oder sogar „schwule linksradikale Juden“. Nun? Aber: Bitte nicht hier im Weblog! Es gibt bestimmt irgendwo eine rechte, christlich-fundamentalistische Rotzegruppe, die auf Verkünder wie Sie wartet. Tschüß.

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