Verfassungsschutz sieht NPD-Thüringen geschwächt

Die rechtsextreme NPD in Thüringen ist nach Einschätzung des Verfassungsschutzes vor dem anstehenden Wahlmarathon geschwächt. „Sie hatte ihren Höhepunkt im Jahr 2007 mit rund 550 Mitgliedern, inzwischen ist sie deutlich geschrumpft“, sagte ein Sprecher des Landesamtes für Verfassungsschutz laut Südthüringer Zeitung in Erfurt. Allerdings könnten Erfolge bei der Kommunalwahl am 7. Juni der Partei neuen Auftrieb geben.

Laut NPD-Ankündigungen wollen die Rechtsextremisten in sieben Kreisen und vier kreisfreien Städten und damit in knapp der Hälfte dieser Kommunen antreten. Bei der Landtagswahl plane sie mit Kandidaten in allen 44 Wahlkreisen. „Wir bezweifeln, ob der NPD das gelingt“, so der Verfassungsschutz dem Bericht zufolge.

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