Neonazi-Aufmarsch in Lüneburg in erster Instanz zugelassen

Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat nach Angaben des Neonazis Christian Worch am 26. März 2009 in erster Instanz die für den 11. April 2009 angemeldete Demonstration in Lüneburg zugelassen. Gleiches gelte für „zwei mehr oder minder zeitgleiche Mahnwachen vor den beiden dortigen ‚Szene-Läden'“, schreibt Worch. Einmal mehr sei die Stadt Lüneburg „mit dem Versuch gescheitert, demonstrative Aktivitäten des nationalen Widerstandes durch Verbot zu verhindern“.

Neonazis aus Norddeutschland wollen am Ostersonnabend in Lüneburg “gegen linke Gewalt” aufmarschieren. Die Stadt sei “ein linkes Nest”, schrieb Worch in einer Mitteilung. Angeblichen “verbrecherischen Übergriffen” stelle man sich “jetzt mit einer Demonstration entgegen”.

Worch meldet immer wieder Neonazi-Demonstrationen an oder berät örtliche Kader rechtlich – so beispielsweise Anfang Januar 2009 in Passau.  Am 01. Mai 2009 wollen Neonazis unter anderem in Ulm und Hannover aufmarschieren. Die Demonstration in Hannover wurde allerdings verboten – wegen außerordentlicher Aggressivität und Gewaltbereitschaft.

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