NPD-Kandidat Pastörs will Bestandsaufnahme der “Konkursmasse”

Der NPD-Fraktionschef in Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, hat in einer Videobotschaft die Gründe für seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Partei erläutert. Demnach wolle er zunächst einmal einen Neuanfang erreichen, was verständlich klingt vor dem Hintergrund der Schlammschlachten und Intrigen in der Partei – und auch um Pastörs Kandidatur. Zudem müsse es eine „Bestandsaufnahme“ der Parteifinanzen bzw. der „Konkursmasse“ geben, forderte Pastörs, der sich im Gegensatz zu seiner Rede am politischen Aschermittwoch besonnen und ruhig präsentiert.

Er forderte eine Modernisierung und Professionalisierung der Partei, besonders der Aufbau einer sicheren Finanzabteilung. Zudem sollte es klare Aufgabenbeschreibungen für die Parteiämter geben und um diese Anforderungen zu erfüllen müsse die NPD ihre Jugendarbeit klar verbessern, um so fähigen Nachwuchs heranzuführen. Dafür sein ein ganz neues Konzept nötig.


Pastörs erneuerte seine Aussage, dass es keine Abgrenzung zu „Freien Kräften“ geben werde. Diese seien unverzichtbar. Wie in seiner Rede in Saarbrücken bezeichnete er die „Freien Kräfte“ als „Labors“, als „soziale und politische Biotope, die hoch anpassungsfähig und innovativ sowie kreativ“ seien. Dies müsse als Ergänzung zur NPD verstanden werden.

Ähnlich wie bereits Andreas Molau forderte Pastörs eine projektbezogene Zusammenarbeit mit den „Freien Kräften“. Diese Kooperationen sollten stets genau definiert werden, so Pastörs. Er kündigte an, die neue Mannschaft bräuchte wohl etwa zwei Jahre, um die Altlasten abarbeiten zu können. Pastörs betonte, er wolle eine Art „soziale Revolution“, die er „friedlich“ erreichen wolle.

Siehe auch: Ermittlungen gegen Pastörs ruhen, Ermittlungen gegen Gansel eingestellt, Ermittlungen gegen NPD-Fraktionschef Pastörs: Landtag hat keine Einwände,  Dokumentation von Pastörs-Rede: “Wir wollen den Maximalschaden des Parteienstaats”