NPD-Wahlkampf mit Rechtsrock-Festival in Sachsen

In der ostsächsischen Ortschaft Geheege bei Rothenburg hat am 22. März 2009 der Auftakt für den NPD-Wahlkampf stattgefunden. Die NPD-Sachsen und „Freie Kräfte“ hatten eingeladen, um im Rahmen einer Redner- und Konzertveranstaltung mit bekannten rechtsextremen Bands den Wahlkampf einzuläuten. Unter den Rednern fanden sich nach einem Bericht von Recherche Ost regionale NPD-Funktionäre, wie der Landtagsmitarbeiter Andreas Storr, der für seine Zusammenarbeit mit den Freien Kräften bekannt ist. Aber auch Jürgen Rieger sei für den Bundesvorstand anwesend gewesen. Zur Abrundung des Programms kündigten die Veranstalter eine Reihe namenhafter Bands an.

Angemietet wurde für den Auftakt die Tanzbar „Zur goldenen Eiche“ von Steffen Hentschel. Diese bot jedoch anscheinend nicht genügend Kapazitäten für die Anzahl der zu erwartenden Besucher, daher wurde noch ein großes Festzelt aufgebaut. Angereist waren laut Recherche Ost Neonazis aus allen Regionen der Bundesrepublik, großteils aus Sachsen, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Das Besucherpotential, von jungen Autonomen Nationalisten bis hin zu NS-Blackmetallern, orientierte sich demnach an den angekündigten Bands.

Bis zu 800 Besucher

Das Angebot sei subkulturell vielfältig gewesen: Slowakischen Death-Metal gab es von „Before the War“, die bereits 2007 beim „Fest der Völker“ in Jena auftraten und Pagan-Metal von „Eugenik“ aus Gera. Die Thüringer Band war dem Bericht zufolge bereits bei den NPD-Open-Air in Gera unter dem Motto „Rock gegen Krieg“ bzw. „Rock für Deutschland“ dabei und pflegt gute Kontakte zur NSBM Band Absurd aus Sondershausen. Weiteren NSBM spielten „Nordglanz“ aus Frankfurt/Main. Zudem waren noch die Rechtsrockbands Skalinger aus Wolgast und die gelsenkirchener Band „Sturmwehr“ und „Blue Max“ aus Baden-Württemberg geladen.

Im Laufe des Tages waren bis zu 800 Neonazis da, die jeweils 16 Euro Eintritt zahlen mussten. Die Zufahrtswege seien weit außerhalb kontrolliert worden, so dass die Neonazis ungestört, ohne Protest eine temporäre nationalbefreite Zone errichten konnten, heißt es weiter.

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3 thoughts on “NPD-Wahlkampf mit Rechtsrock-Festival in Sachsen

  1. die disko heißt „zur deutschen eiche“ (ich bin ursprünglich aus rothenburg), die „tanzbar“ hat akuten besuchermangel, so dass der inhaber (definitiv aus dem rechten spektrum) wahrscheinlich froh ist, überhaupt mal wieder einnahmen zu machen. hoffe der laden geht bald pleite!

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