Rechtsextreme greifen Antifa-Demo in Güstrow an

Bei einer linken Demonstration am 14. März 2009 in Güstrow ist eine Teilnehmerin angegriffen und am Kopf verletzt worden. Sie musste laut Greenpeace-Magazin ins Krankenhaus gebracht werden. Die 20-Jährige sei von mehreren schwarz gekleideten, vermummten Angreifern attackiert worden. Auch später versuchten Mitglieder der rechtsextremen Szene, die Demonstration mit 250 Teilnehmern zu stören. Die Polizei, die mit 230 Beamten im Einsatz war, nahm nach eigenen Angaben 22 Rechtsextreme kurzzeitig fest. Sechs Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz seien eingeleitet worden.

Die Demonstration in der Güstrower Innenstadt stand unter dem Motto „Antifaschismus braucht auch Freiräume“ und war von der Landtagsabgeordneten Barbara Borchardt (Die Linke) organisiert worden. Im Kreis Güstrow kommt es immer wieder zu rechtsextremen Straftaten. Im November 2008 hatten Rechtsextremisten einen Polizeiwagen angegriffen und schwer beschädigt.

Während die Neonazis auf den Straßen andere Menschen anfreifen, ruft NPD-Fraktionschef in seiner Rede offen zur Gewalt auf: „Wenn wir einen Schulterschluss haben, dann sind wir auch wieder in der Lage, anzugreifen dieses System! Auf der Straße – und in den Parlamenten!“

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