Überfall in Dresden: Drei Tatverdächtige festgenommen

Die Polizei hat nach eigenen Angaben nach dem Überfall auf einen Mitarbeiter des Kulturbüros Sachsen drei Tatverdächtige festgenommen. Die Männer seien im Alter zwischen 19 und 23 Jahren alt, sie wurden den Angaben zufolge unter anderem durch die Aussagen des Opfers und weiterer Zeugen identifiziert. Ob Haftbefehle beantragt werden, war noch unbekannt.

Am Vormittag des 09. März 2009 war in Dresden der Mitarbeiter des Kulturbüro Sachsen e.V. brutal von Neonazis angegriffen worden. Er hatte zuvor eine Gerichtsverhandlung vor dem Dresdner Landgericht besucht. Auf dem Rückweg von der Urteilsverkündung wurde er auf offener Straße von fünf Neonazis angegriffen. Die Angreifer schlugen und traten brutal und unvermittelt auf den Angegriffenen ein.

Die Tat spiegelt die Selbstsicherheit der Neonazis sowie deren Gefühl der Überlegenheit gegenüber Menschen, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen. Der Angriff offenbart ferner, worin die Täter die scheinbar wahren schuldigen für die Verurteilung ihres Freundes sehen. Die Schuld liegt nicht in der menschenverachtenden Tat ihres Freundes. Sie liegt bei denjenigen, die sich für Demokratie gegen Rassismus und für Toleranz einsetzten und mithelfen rassistische Täter zu benennen. So wie es das „Kulturbüro Sachsen“ seit Jahren in Sachsen tut.

Siehe auch: Neonazi-Überfall in Dresden: Mutmaßlicher Täter mit Kontakten zur NPD?, Überfall in Dresden nach “Dönerladenprozess”