Rabehl will offenbar nicht mehr für NPD und DVU antreten

Wie das SPD-Projekt Endstation Rechts berichtet, hat Bernd Rabehl es abgelehnt für NPD und DVU bei der Wahl des Bundespräsidenten zu kandidieren. Das ehemalige Mitglied des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) befürchtet demnach, dass seine parteipolitische Unabhängigkeit nicht aufrechterhalten werden könnte. Zuvor waren die Spekulationen um den gemeinsamen Kandidaten von NPD und DVU noch einmal hoch gekocht, nachdem Holger Apfel die Bekanntgabe für den sächsischen Landesparteitag verkündet hatte. Dazu kam es nicht, stattdessen verschob man das lange gehütete Geheimnis auf den Sonderparteitag, der wohl Anfang April stattfinden wird.

ER berichtet, tatsächlich sollte Rabehl für die beiden rechtsextremen Parteien in der Bundesversammlung auf Stimmenfang gehen: „Es trifft zu“, heißt es in einem vorliegenden Schreiben, „daß vor längerer Zeit beide Parteien wegen einer Kandidatur an mich herantraten“. Rabehl zog nun aber offenbar kurzfristig unerwartet seine Bereitschaft zur Kandidatur zurück, da er sich nicht eigne, „in einer unwürdigen Schlammschlacht instrumentalisiert oder verheizt zu werden“.  Scheinbar fühle sich der Ex-68er auch politisch nicht gut bei NPD und DVU aufgehoben, meint ER weiter: „Auch der Sehnsucht nach den Formeln und Parolen der Vergangenheit wie überhaupt jeder Diktatur-Folklore konnte ich schon auf der Linken und kann ich auch auf der Rechten nichts abgewinnen und wünsche damit nicht in Verbindung gebracht zu werden.“

In der Vergangenheit habe Rabehl es mit der Distanz zur NPD indes nicht so strikt gehalten. Als Sachverständiger war er sowohl für die sächsische als auch der MV-Fraktion der NPD in Ausschüssen geladen, auf dem Neujahrsempfang der Sachsen-NPD hielt er gar eine Rede.

Siehe auch: NPD und DVU geben Präsidentschaftskandidaten frühestens im April bekannt, NPD-Dementi: Frey wird nicht Kandidat für Bundespräsidentenamt