Neonazi-Überfall in Dresden: Mutmaßlicher Täter mit Kontakten zur NPD?

Am Vormittag des 09. März 2009 ist in Dresden ein Mitarbeiter des Kulturbüro Sachsen e.V. brutal von Neonazis angegriffen worden. Er hatte zuvor eine Gerichtsverhandlung vor dem Dresdner Landgericht besucht. Auf dem Rückweg von der Urteilsverkündung wurde der Mitarbeiter des Kulturbüro Sachsen auf offener Straße von fünf Neonazis angegriffen. Die Angreifer schlugen und traten brutal und unvermittelt auf den Angegriffenen ein.

Die Täter stammen laut Recherche Ost offenbar aus dem Kreis der Dresdner Neonazi-Szene zwischen so genannten „Freien Kräften“ und der NPD. Einer der Tatverdächtigen, der 23jährige Marco E., beteiligt sich seit mehreren Jahren an den Aktivitäten der Szene. Regelmäßig ist er Teilnehmer an Demonstrationen. Am 21. Juni 2008, als etwa 300 vorrangig sächsische Neonazis in Dresden eine Spontandemonstration durchführten, war Marco E. an einem gewalttätigen Angriff auf einen tschechischen Fotografen beteiligt. Dies zeigt ein Video des Angriff auf youtube (Sekunde 16 bis 20). Dass Marco E. enge Kontakte zur Dresdner NPD pflegt, belege sein Profil auf der regionalen Online-Community-Plattform „dampfer“. In der Rubrik „Freunde“ habe er NPD-Funktionäre und bekannte Neonazis verlinkt, hieß es. Allerdings ist das Profil offenbar mittlerweile gelöscht. In der „Galerie“ habe er zudem mit diversen NPD-Aktivisten posiert, hieß es.

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