2,5 Jahre Haft für Neonazi wegen Attacken auf türkische Läden

Nach den rassistischen Ausschreitungen in Dresden während der Fußball-Europameisterschaft ist ein 21-jähriger Neonazi am 09. März 2009 zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Dresdner Landgericht sprach den Mann des Landfriedensbruchs in einem besonders schweren Fall schuldig.

Die Richter sahen es laut Medienberichten als erwiesen an, dass der Angeklagte nach dem Spiel zwischen Deutschland und der Türkei per SMS zu Aktionen gegen Ausländer aufgerufen hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte dreieinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung plädierte auf maximal zweieinhalb Jahre.

Im Zuge der Ermittlungen nach den Angriffen hatte es mehrere Razzien gegeben. Die Polizei ermittelte in dem Fall gegen mehr als 50 weitere Verdächtige. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um Hooligans und rechtsextreme Gewalttäter, die an den Überfällen im Juni beteiligt gewesen sein sollen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der “blitzartige Überfall” auf die Dönerläden geplant wurde.

Siehe auch: Prozess wegen ausländerfeindlicher Randale nach EM-Spiel, Prozess wegen ausländerfeindlicher Randale nach EM-SpielSachsen: Überfälle auf Dönerläden – Razzia in 16 Wohnungen, Eine ganz normale Woche in Sachsen geht zu Ende…,  Sachsen: “Mitarbeiter der NPD-Fraktion ein Verbrecher – und kein Politiker, Sachsen: Razzia wegen Krawallen nach EM-Halbfinale, Sachsen: “Der parlamentarische Arm dieser Verbrecher”, nachgetreten: Dutzende Vermummte greifen Döner-Laden an