Haftstrafe für vorbestraften Neonazi-Schläger

Das Detmolder Amtsgericht hat einen Neonazis aus Husum zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monate verurteilt. Wie das Mindener Tageblatt berichtete, musste sich Marco S. aus Husum in der Region bereits mehrfach vor Gericht wegen Gewaltdelikten verantworten. Zuletzt hatte er demnach in Detmold zugeschlagen. Im Jahr 2008 hatte der bislang in Hille wohnende Rechtsextremist in einem Kulturzentrum in Detmold randaliert. Dabei hat der mehrfach Vorbestrafte nach Überzeugung des Gerichtes eine gefährliche Körperverletzung begangen und mehrere Anwesende sehr ausfallend beleidigt.

Die Schilderungen der Zeugen, die am ersten Verhandlungstag vor zwei Wochen erklärten, dass S. mit einem Bierglas in der Hand in das Gebäude eindrang und nachdem er mehrere Personen beleidigte habe damit zugeschlagen haben soll, waren für das Gericht glaubhaft, besonders vor dem Hintergrund, dass der Angeklagte mehrfach wegen Beleidigungen und Gewaltstraftaten vorbestraft ist. Verteidiger Christoph Hessel signalisierte, dass er mit dem Urteil nicht einverstanden sei und weitere Schritte prüfe.

Vor diesem Prozess musste sich S. dem Bericht zufolge bereits im September 2007 wegen einer Schützenfestschlägerei in Nammen vor dem Amtsgericht Minden verantworten – ohne dass es zu einer Verurteilung gekommen war. Zuvor habe er wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge eine Haftstrafe in der Jugendanstalt Hameln verbüßt, hieß es weiter.

Siehe auch: Große Anfrage zu rechtsextremen Tötungsdelikten, Rechtsextreme Straftaten auf Rekordniveau

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