Therapie statt Knast für gewalttätigen Neonazi

Therapie statt Knast: Dieses Urteil fällte das Waldshuter Landgericht für einen 30-jährigen Rechtsradikalen in einer Berufungsverhandlung. Der gebürtige Mecklenburger sei in Waldshut durch eine Serie von Gewalttaten aufgefallen, berichtete der Südkurier. Die Therapie gelte dem „extremen Hang zum Alkohol“.

Fünfmal war der Angeklagte dem Bericht zufolge zwischen April und August 2007 ausgerastet, mehrfach in den Wohnungen von Ex-Freundinnen, einmal in der Waldshuter Bahnhofsvorstadt. Unerlaubter Waffenbesitz, gefährliche Körperverletzung, Widerstand, Beleidigung, Hausfriedensbruch und Diebstahl standen unter anderem zu Buche. Ein Bekannter hatte eine Bierflasche über den Schädel bekommen und war mit einem Schreckschussrevolver traktiert worden, Polizisten waren getreten, Frauen bedroht worden.

Siehe auch: Weitere NPD-Funktionärin verurteilt, Totes Baby in Baden-Württemberg: Wie aus “Kameraden” Todfeinde werden

4 thoughts on “Therapie statt Knast für gewalttätigen Neonazi

  1. Therapie statt Strafe bei Alkohol:

    Ein kleines Novum in Deutschland. Warum gerade ein NAZI davon profitiert, sollte man mal die Staatsanwaltschaft und den Richter fragen?!?

    Eine § 35 BtmG Therapie kann bei allen Drogen (außer Alkohol) beantragt werden.

    Frank Gottschlich
    Görlitz

  2. Wer kennt sich aus? Mir wurde eine § 64
    Therapie gegeben, ohne jegliche kriminelle
    Vorgeschichte. Der (Fehl)Schuldspruch wurde dann in der § 64 begründet.
    I need 4-1-1 (Info) Danke.

  3. § 64 kann nur dann eingesetzt werden, wenn die Tat eine direkte Folge der Abhängigkeitserkrankung ist. Die Haftstrafe wird in diesem Fall zurückgestellt.

    Der der Typ hier auch seine Ex-Freundinnen attackierte, kann davon ausgegangen werden, dass er er tatsächlich ein echtes Alkoholproblem hat und nicht einfach nur aus rassistischer Motivation Leute umnietet.

  4. So, jetzt habe ich das Theater…………..
    Bekomme neuerdings NPD-Fanmails! Anscheinend ist das Kommentarkonzept noch nicht in diesen Kreisen bekannt. Alles was ich wollte, war INFO über den § 64. Eben weil mir die Literatur (z.B. „Maßregelvollzug“, Buch von Richter Bernd Volckart), Rechtskommentare und die BGH-Entscheidungen (der Jahre 2000 bis 2007) klar und deutlich zeigen, dass der § bei mir fehlerhaft und rechts- und verfassungswidrig angewandt wurde. DANKE! Wohnstuben ANTIFA. Richtig: Kausalzusammenhang zur Strafbarkeit und eine negative Kriminalprognose sind zwingend vorgeschrieben. Letztere kann bei einer Person ohne kriminelle Vorgeschichte garnicht erstellt werden.
    Die Frage ist nur, wie kann ich meinen Fall „reparieren“?
    Im Falle des Neonazi’s war der § 64 angebracht. Anstelle von saufen und schlagen hätte der Typ l-e-s-en und s-c-h-r-e-i-b-e-n lernen sollen.
    Schade nur, dass der § geschlagene EUR 170.-, pro Tag, für zwei Jahre, kostet.
    Hier kann man mal sehen, wieviel der StA in meinem Falle ausgegeben hat, nur um meinen Frustschläger zu schützen.Ich habe den § bei der ersten Anhörung verweigert. 185 Tage. Bin problemlos abstinent.
    mehr: http://www.helmutkarsten.de

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