NPD erklärt: “Antideutsche” von niederländisch-britischen Bankiersgemeinschaft gesteuert

Wenn man etwas nicht versteht, denkt man sich halt eine Verschwörungstheorie aus. Großmeister in diesen beiden Disziplinen sind zahlreiche Rechtsextremisten. Und in der „Deutschen Stimme“ wird nun endlich auch die Strömung der Anti-Deutschen erklärt:

„diese weltweit operierende antideutsche Front [wird] von den führenden Köpfen einer ethnisch verwurzelten niederländisch-britischen Bankiersgemeinschaft mit besten Verbindungen zur britischen Regierung gesteuert […]. Diese befürchtete durch die Vereinigung der beiden Teile Deutschlands den Verlust ihrer Vormachtstellung. […] Fazit: Die vollgekifften »Antideutschen« samt der bundesdeutschen Justiz folgen zumindest teilweise den Vorgaben eines überstaatlichen Establishments, dem die pure Existenz Deutschlands ein Dorn im Auge ist. Es ist gut, das zu wissen.“

Vollgekifte Antideutsche Hand in Hand mit der bundesdeutschen Justiz. Okay, nicht schlecht. Soweit die NPD. Die Verschwörungstheoretiker und Jürgen-Elsässer-Groupies von der Band „Bandbreite“ haben dagegen eine ganz andere Erklärung für die Antideutschen, bei diesen handele es sich nämlich eigentlich um „Faschos“, die „nur zu eitel“ seien, sich eine Glatze zu rasieren. Die Antideutschen hetzten gegen ihre Feinde, die sie als „lebensunwert“ bezeichnten, gibt der Sänger vor einem „nonpd“-Poster zum Besten. Also hier ist die alte Linke das Opfer, nicht die aufrechten Rechten. Relativ einig ist man sich aber in der Konsequenz daraus. So schrieb der Bandbreite-Sänger in einem Kommentar bei YouTube ganz dem neonationalistischen Elsässer-Denken verhaftet:

„Darüberhinaus würde ich […] dem Antinationalismus in einer neoliberalen Weltordnung auch nicht das Wort reden wollen, da Nationalstaaten für die arbeitende Bevölkerung das einzig verbliebene Protektorat darstellen“

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