Neonazi-Anwalt Rieger und die NPD: Von Krediten und Einfluss in der Partei

Der Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger hat die finanziell angeschlagene NPD in den vergangenen Jahren nach Angaben des Verfassungsschutzes mit mehreren hunderttausend Euro versorgt. Für Landtagswahlkämpfe 2006 und 2007 habe Rieger jeweils rund 300.000 Euro geliehen, sagte der Präsident der niedersächsischen Verfassungsschutzbehörde, Günter Heiß, gegenüber NDR Info. Der NDR zitierte zudem aus einem Brief Riegers an NPD-Chef Udo Voigt, in dem er an die Zahlung von 350.000 Euro politische Forderungen knüpft.

Gegen den stellvertretenden NPD-Bundesvorsitzenden ermittelt derzeit auch die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Volksverhetzung, heißt es weiter.

Siehe auch: NPD-Vize Rieger entwaffnet, Molau zieht zurück: Braucht Rieger ein neues Betätigungsfeld?, Hamburg: Zahl der rechtsextremen Gewalttaten verdoppelt sich, NPD-Machtkampf: “Nalis”, “Porno-Affäre” und ausgesperrte Journalisten