“Junge Freiheit” verliert Prozess
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat laut einem Bericht des ARD-Textes die Rechte der Presse gestärkt. Der hessische Landesdienst des Evangelischen Pressedienstes darf weiterhin ein Zitat des Parlamentarischen Staatssekretärs im Justizministerium, Alfred Hartenbach, verbreiten, wonach die Wochenzeitung “Junge Freiheit” von der NPD gelenkt werde.
Gegen die Verbreitung dieser Aussage hatte die “Junge Freiheit” auf Unterlassung geklagt – und verlor nun in der zweiten Instanz. Auch einen Anspruch auf eine Gegendarstellung sah das Gericht nicht. (Az.: 16 U 170/08 und 16 U 152/08)
Siehe auch: Die JF-Kampagne gegen SPD-Politiker: Fakten, Fakten, Fakten, JF und Focus: Gemeinsam gegen Aufklärung über Rechts, Buchtipp: Analyse der neurechten `Jungen Freiheit`, Meinungsfreiheit im “Nationalen Forum Deutschland”

“Lenken” kann die NPD die Junge Freiheit unter Herrn Stein etwa genauso, wie sie die ganze BRD “lenkt” – durch Provokation von Distanzierungen.
NPD-Nähe ist für die Junge Freiheit ein eindeutiger Grund für Nicht-Zusammenarbeit, was ich mehrfach praktisch am eigenen Leibe erfahren habe. Selbst der Verdacht auf ehemalige NPD-Nähe reicht da aus.
Das ist nur mal so bemerkt für Leute, die sich für Wahrheiten auch dann interessieren, wenn sie das bestehende Weltbild nicht nur ergänzen.
wieso das? die “junge freiheit” kann doch mit der npd nichts zu tun haben. die zeitung ist rechts ausgerichtet, aber keineswegs rechtsextrem (gemäßigt rechts, wenn man so will – es gibt in deutschland keine partei, die dieses politische spektrum abdeckt). diesen unterschied sollte man doch berücksichtigen können. das ist wie, wenn die zeitschrift spiegel von der partei DIE LINKE unterwandert werden würde…
warum so eine falschaussage verbreitet werden?
außerdem ist das blatt viel zu intelektuell, um von einem haufen pappnasen geleitet zu werden – ohne mich jetzt verdächtig machen zu wollen; ich hab mit dieser politischen richtung nichts zu tun.
Oooops, das heißt “Focus”…nicht “Fokus” – Nun ja…das Prekariat, noch einmal sorry!
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Der Fall sagt über den evangelischen Pressedienst jedenfalls mehr aus, als über die JF. Würden alle Zeitungen so berichten, wie die JF, wäre das nicht gut, aber als Ergänzung zur Alltagskost ist sie allemal zu gebrauchen.
Die JF ist sehr wohl rechtsextrem, drückt sich nur zurückhaltender aus bzw. schreibt so zweideutig, dass man zwischen den Zeilen lesen muss. Man überschreitet nicht die Grenzen des Strafrechts und selbst gegen den Verfassungsschutz konnte man so schon klagen. Das unterscheidet sie von anderen Blättern der Szene, die holpriger agieren.
Das ändert aber nichts an den Inhalten. Gemeinsam mit anderen rechtsextremen Schriften ist jedoch, dass man die Existenz von Rechtsextremismus negiert, wohingegen Gegner der Szene gerne pauschal als Linksextremisten dargestellt werden – unter verzerrter Darstellung von Zusammenhängen.
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