Revision gegen Freispruch für Ex-NPD-Landeschef

Nach dem Prozess um die Massenschlägerei vor dem Kieler Amtsgericht hat die Staatsanwaltschaft den Freispruch für einen früheren NPD-Funktionär angefochten. Seine Behörde habe umfassende Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick laut einem Bericht von Welt-Online.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem 35-Jährigen vorgeworfen, bei der Schlägerei zwischen Neonazis und Mitgliedern der „Hells Angels“ zwei Männer mit einem Messer verletzt zu haben. Aus Mangel an Beweisen hatte ihn das Landgericht freigesprochen. Nun muss der Bundesgerichtshof das Urteil prüfen.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Ex-NPD-Chef fünf Jahre und sechs Monate Haft wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert. Sie wertete es als wenig glaubwürdig, dass der 35-Jährige bei der Massenschlägerei seinem am Boden liegenden Freund in Notwehr habe helfen wollen. Ihrer Ansicht nach hatte der Angeklagte die Auseinandersetzung gesucht. Ein Vertreter der Anklage kündigte bereits direkt nach dem Urteil an, Revision gegen die Entscheidung prüfen zu wollen.

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