Staatsanwalt in Sachsen-Anhalt wirft Rechtsextremem brutale Tat vor

Der Fall ist eines von drei möglicherweise rechtsextrem motivierten Tötungsverbrechen aus dem August 2008 in Sachsen-Anhalt. Vor derselben Kammer des Magdeburger Gerichts muss sich bereits ein Neonazi verantworten, der in Magdeburg am 16. August 2008 einen Kunststudenten zu Tode geprügelt hat. In Dessau läuft der Prozess gegen zwei Rechtsextremisten, die in der Nacht zum 1. August 2008 in einem Park der Stadt einen 50-jährigen Mann derart misshandelten, dass der Kopf der Leiche kaum noch zu erkennen war. Von exzessiver Gewalt ist allerdings nicht nur Sachsen-Anhalt betroffen – im brandenburgischen Neuruppin wird gegen zwei Rechtsextremisten verhandelt, die im Juli 2008 in Templin einen 55-jährigen Alkoholkranken zu Tode traten. 

Der Tagesspiegel berichtet über den Prozess in Magdeburg. Die Staatsanwältin habe aus der Anklage nur wenige Sätze verlesen, doch sie reiche zur Beschreibung einer grauenhaften Tat. Der Angeschuldigte habe am Vormittag des 24. August 2008 im Bad seiner Wohnung in Bernburg „mehrere gezielte Stiche mit einem einschneidigen Messer“ in den Oberkörper des Opfers Marcel W. geführt, sagt Marion Bernsmann. Brustkorb und Lunge wurden demnach so schwer verletzt, dass Blutverlust und Atembehinderung unmittelbar zum Tod führten. Weiter beim Tagesspiegel.

Siehe auch: Einschüchtern und Verletzen – mehr rechtsextreme Gewalt 2008 in MVP, Rechtsextreme Straftaten auf Rekordniveau, “Bundesregierung verharmlost weiter tödliche Dimension von Rechtsextremismus und Rassismus”