Tödliche Hetzjagd: Gedenken an Omar Ben Noui

Zehn Jahre nach der tödlichen Hetzjagd auf Asylbewerber in Guben (Spree-Neiße) soll dort mit einer Gedenkveranstaltung am 13. Februar an den Algerier Farid Guendoul erinnert werden. Der 28-Jährige, der unter dem Namen Omar Ben Noui in der Neißestadt lebte, war in der Nacht zum 13. Februar 1999 auf der Flucht vor rechtsextremen Verfolgern in Panik durch eine Glastür gesprungen und verblutet. Zum Auftakt des Gedenkens seien eine Schweigeminute, Glockengeläut sowie eine kirchliche Andacht geplant, sagte der Sprecher einer überparteilichen Initiative, Peter Stephan, (parteilos).

Die NPD stelle zur Kommunalwahl einen der Haupttäter der Hetzjagd als Kandidaten auf. Zudem bezeichneten die Rechtsextremisten die Tat als „Klamotte“.

Das Neue Deutschland machte sich in Guben auf die Suche nach der Zeit: Ein Ortstermin zehn Jahre danach.

Siehe auch: Brandenburg: Gewalttäter Bode nicht gewählt, Brandenburg: NPD holt Sitze bei Kommunalwahlen, Brandenburg: Erneute Ermittlungen gegen NPD-Kandidaten„Volksgemeinschaftliche Abwehrreaktionen“ – Rechtsextremismus in BrandenburgBrandenburg: NPD bezeichnet tödliche Hetzjagd als “Klamotte”Brandenburg: Verurteilte Straftäter als NPD-Kandidaten

One thought on “Tödliche Hetzjagd: Gedenken an Omar Ben Noui

  1. Vor 10 Jahren in Guben in den Tod gehetzt

    In der Nacht vom 12. auf den 13. Februar 1999 griffen rechtsextreme Jugendliche in der brandenburgischen Stadt Guben drei Ausländer an. In der Folge starb der 28-jährige algerische Asylbewerber Farid Guendoul. Nach 10 Jahren erinnert dieser Redebeitrag, der heute auf der Kundgebung „Keine Versöhnung mit Dresden“ hier in Dresden gehalten wird, an die damalige Hetzjagd und die „Aufarbeitung/Bearbeitung“ in den folgenden Jahren hier in Sachsen/Deutschland.

    http://www.freie-radios.net/mp3/20090213-vor10jahre-26304.mp3

    http://antifasozialbetrug.siteboard.de/antifasozialbetrug-post-6502.html#6502

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