Jeden Monat etwa zehn Rechtsrock-Konzerte in Deutschland

In Deutschland haben in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres laut Bundesregierung rund 30 rechtsextremistische Skinhead-Konzerte sowie sieben Liederabende stattgefunden. Dabei seien die Neonazi-Konzerte von insgesamt etwa 5000 Teilnehmern besucht worden, also durchschnittlich von cirka 170 Teilnehmern, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (16/11857) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/11693) zu „Musikveranstaltungen der extremen Rechten“. Die Liederabende wurden demnach von durchschnittlich circa 60 Personen besucht.

Drei Konzerte wurden den Angaben zufolge im vierten Quartal 2008 von der Polizei aufgelöst. Vier Konzerte seien im selben Zeitraum im Vorfeld verboten beziehungsweise durch „präventive Maßnahmen der Sicherheitsbehörden“ verhindert worden.Erkenntnisse zu Veranstaltern oder Mitorganisatoren der Konzerte liegen den Sicherheitsbehörden nicht in allen Fällen vor. Überwiegend treten weiterhin Aktivisten der regionalen Skinhead-Szenen sowie Angehörige regionaler Kameradschaften, teilweise auch rechtsextremistische Parteien, wie die NPD oder JN-Untergliederungen, als (Mit-) Organisatoren der Konzerte in Erscheinung. Darüber hinaus treten rechtsextremistische Musiker auch bei sonstigen von der NPD organisierten rechtsextremistischen Veranstaltungen auf.

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