Rassistischer Angriff: Todesdrohung gegen Dreijährigen

In Berlin hat am 12. Februar 2009 der Prozess gegen Klaus-Dieter S. begonnen. Er muss sich unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten. Dem 56-Jährigen wird vorgeworfen, am 18. Mai 2007 in Berlin-Friedrichshain mit seinem PKW gezielt und ohne anzuhalten auf „den Geschädigten B. und seinen dreijährigen Sohn zugefahren [zu] sein, als beide die Straße überquerten“. Einen Zusammenstoß hätten Vater und Sohn laut Anklage nur durch einen Sprung zur Seite verhindern können. Der Angeklagte soll aus seinem Fahrzeug ausgestiegen sein, habe den  Geschädigten als „Neger“ beschimpft und ihm ins Gesicht gespuckt. Das Kind habe bemerkt, dass man die Bezeichnung nicht gebrauche. Der Angeklagte habe daraufhin den Dreijährigen beschimpft „und mit dem Tode bedroht“.

 

Siehe auch: Mai 2007: 72 Verletzte durch rechte Schläger, Berlin: Anklage wegen rassistischer Brandanschläge, Berlin: Weniger Neonazis, mehr Gewaltbereitschaft, Berlin: Erneut rassistische Übergriffe / Brandanschlag in Rudow, Berlin: NPD-Solidarität mit verurteiltem Gewalttäter