Haftstrafe gegen Holocaust-Leugner Mahler bestätigt

Der mehrfach vorbestrafte Rechtsextremist Horst Mahler ist vom Landgericht Landshut zu zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Die Strafkammer bestätigte laut Nürnberger Nachrichten damit einen Schuldspruch vom Frühjahr 2008. Damals hatte das Amtsgericht im oberbayerischen Erding Mahler wegen Volksverhetzung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung bestraft. Der Schuldspruch sei vom Landgericht noch um das Verunglimpfen des Andenkens Verstorbener ergänzt worden, teilte das Landshuter Gericht demnach mit.

Zehn Monate Gefängnis

An der von der ersten Instanz festgelegten Strafhöhe habe sich aber nichts geändert. Wegen seiner Vorstrafen muss der 73-Jährige die zehn Monate im Gefängnis absitzen. Mahler hatte in einem Interview des Magazins „Vanity Fair“ unter anderem den früheren Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, mit „Heil Hitler“ begrüßt. Auch in Potsdam muss sich Mahler zurzeit vor Gericht verantworten.

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