Berichte über Tod von NS-Verbrecher Heim: “Kein Grab, keine Leiche, keine DNA”

Der ehemalige KZ-Arzt Heim ist laut Medienberichten seit 1992 tot. Auch dem LKA Baden-Württemberg liegen entsprechende „ernstzunehmende“ Informationen vor. Allerdings bezweifelt das Simon-Wiesenthal-Zentrum die Angaben: „Wir haben kein Grab, wir haben keine Leiche, wir haben keine DNA“, sagte der Leiter des Zentrums, Ephraim Zuroff, laut tagesschau.de in Jerusalem. Zuroff hege den Verdacht, dass der in Baden-Württemberg lebende Sohn von Heim, Rüdiger, die ganze Sache orchestriert und die Informationen an die Medien gegeben habe. Vor fünf Monaten habe Rüdiger Heim noch gesagt, er habe keinen Kontakt zu seinem Vater gehabt. „Entweder hat er damals gelogen oder er lügt heute. Aus seiner Sicht beweisen die Angaben nur, dass Heim in Ägypten gelebt hat“, sagte Zuroff den Angaben zufolge. Dies sei aber bekannt gewesen.

Der Chef der Fahndungsstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg, Kurt Schrimm, hatte den NS-Verbrecher hingegen zuletzt in Südamerika oder Spanien vermutet – und zwar lebend. Auch im Jahr 2005 berichteten Medien, dass Heim möglicherweise an der Costa Brava lebe. „Ich bin noch nicht überzeugt, dass das Ergebnis richtig ist“, habe auch der stellvertretende Leiter der Fahndungsstelle, Joachim Riedel, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur gesagt, berichtet tagesschau.de weiter. „Es kann gut sein, dass da jemand an der Nase herumgeführt werden soll.“

Siehe auch: Nazi-Verbrecher Heim offenbar schon seit 1992 tot