NPD-Fraktion boykottiert erneut Gedenken an Opfer des Holocaust

Die NPD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus erneut boykottiert. Wie Endstation Rechts berichtet, blieben die die sechs rechtsextremen Abgeordneten dem Gedenken fern. Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider sagte demnach: „Erinnerung ist wichtig“, wichtiger noch sei aber die Mahnung, dass man „die Lehren aus der Geschichte“ gezogen habe. Zu dem Gedenken könne man niemanden zwingen, aber Achtung vor den Trauernden dürfe verlangt werden. Konkret sprach Bretschneider die Ereignisse in Waren vom Wochenende an, wo Rechtsextremisten mit Trillerpfeifen das offizielle Gedenken an die Opfer des Holocaust störten.

Wer zu diesem Respekt vor den Trauernden nicht bereit sei, zeige, dass er weder Anstand noch Moral besitze. Fordere die NPD künftig wieder einmal Moral ein, sollte sich auch dieser symbolischen Geste erinnert werden, schloss Bretschneider ihre Ansprache bevor die Abgeordneten sich für eine Schweigeminute erhoben.

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