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Provokation und Machtkampf: Sachsens NPD-Fraktionschef lobt NS-Familienpolitik

21. Januar 2009 16:37 62 mal gelesen Kein Kommentar

Die Basis bei der Stange halten, parteiinterne Kritiker besänftigen und öffentlich für Aufmerksamkeit sorgen: Die rechtsextreme NPD im Landtag von Sachsen hat laut einem Bericht der Sächsischen Zeitung ein Loblied auf die Familienpolitik des Nazi-Regimes gesungen. In einer Debatte über die Folgen des demografischen Wandels im Land sagte NPD-Fraktionschef Holger Apfel am 21. Januar 2009 in Dresden, die Familienpolitik der Nazis sei “nicht menschenverachtend”, sondern “wahrlich sozial, familienfreundlich und vor allem erfolgreich” gewesen.

Im Sinne von Rechtsextremisten wie Apfel und völkischen Konsorten sind Maßnahmen wie das Verbot von “gemischtrassigen” Ehen oder Zwangssterilisationen im Rahmen einer rassistischen Bevölkerungspolitik sicherlich “erfolgreich”.

Siehe auch: Was treibt Frauen in eine frauenfeindliche Szene? , NPD in den Landtagen: Der Unterschied zwischen auf- und durchdrehen, Bayern: Abtreibungsgegner distanzieren sich doch noch von Neonazis,Völkische Familienpolitik: “Freie Nationalisten” unterstützen Abtreibungsgegner, Ideologie versus Alltag: Kommunikationsstrategien neonazistischer Frauen im Internet, RNF: Pastörs gründet Frauen-Gruppe, Palau heißt jetzt Hähnel, NPD-Kandidaten: männlich und kaum zu erreichen, NPD-Funktionärin: `BRD nicht annährend eine Demokratie`, NPD will bundesweiten `Nationalen Sanitätsdienst` aufbauen, Frauen in der NPD: RNF soll künftig eigenen Etat erhalten, Lesetipp: Frauen in der extremen Rechten, NPD-Wahlkampf: Von Eva Herman bis zur `Doitschen Säuferfront`, RNF: ‚Nationale Frauen’ – ohne eigene Positionen, RNF-Bundestreffen: NPD-Frauen bauen Strukturen auf, Brandenburg: Frauen auf dem Vormarsch, Dokumentation: Das Arbeitspapier des RNF

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  • Steve said:

    Nicht gleich herumhetzen, wenn man offenbar die schlechteren Argumente in diesem Punkt hat.
    Geburtenquoten von 1,1 und 1,9 vergleichen sich eben nun einmal so: die eine ist (relativ) “erfolgreich” und die andere läßt rein statistisch auf ein “menschenverachtendes System” schließen. was auch immer sie bedeuten, man sollte FAKTEN nicht auf dieser Ebene politisieren.

  • Nevermore said:

    Das exakt gleiche “Drama” gab es schon mal im Jahr 2007. Es ging auch hier um die Bezeichnung “menschenverachtend” und die armen diskriminierten Kinderlosen.

    Keine Links auf rechtsextreme Seiten.

    Sehr interessant und nachvollziehbar, was hier von Per Lennart geschrieben wird.

    Im übrigen ist wohl eher die Abtreibung im hiesigem System menschenverachtend.

    Weiterer Link gelöscht.

  • WW said:

    Na, wenn das so ist, dann war das Kaiserreich wohl sogar noch besser als das Nazi-Reich. Kaiser Wilhelm 2 regierte ein Reich von Kindern und Jugendlichen, welche etwa die Hälfte der Bevölkerung ausmachten. Darum war Bismarcks Rentenversicherung auch damals ein sehr gutes System im Gegensatz zu heute.
    Übrigens lässt sich überall auf der Welt beobachten, dass bei wachsendem Wohlstand die Kinderzahl abnimmt. Demnach müsste Armut ja “volksfreundlich” sein und Wohlstand “menschenverachtend”. Nanu? Dieses allein an einer statistischen Zahl auszumachen, ist also reiner Blödsinn, wenn man Deutschland heute beispielsweise mit Äthiopien vergleicht.
    Übrigens hatten die Nazis keine “Familienpolitik”, sondern Rassenzucht. Viele Kinder waren der alleinige Maßstab, ob mit oder ohne Familie, denn Deutschland brauchte Soldaten. Die intakte Familie war ja wohl kaum relevant, als Himmler die verheirateten Soldaten aufforderte, in Skandinavien mit fremden Frauen Kinder zu zeugen.

    Erich Kästner dichtete später:

    Die Frauen müssten Kinder werfen.
    Ein Kind im Jahre. Oder Haft.
    Der Staat braucht Kinder als Konserven.
    Und Blut schmeckt ihm wie Himbeersaft.
    [...]
    Dann würde auf Befehl geboren.
    Weil Menschen ziemlich billig sind.
    Und weil man mit Kanonenrohren
    allein die Kriege nicht gewinnt.

    Dann läge die Vernunft in Ketten.
    Und stünden stündlich vor Gericht.
    Und Kriege gäb’s wie Operetten.
    Wenn wir den Krieg gewonnen hätten –
    zum Glück gewannen wir ihn nicht!

  • Auch Apfel möchte Frauen am Herd « Finsels Welt said:

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