Provokation und Machtkampf: Sachsens NPD-Fraktionschef lobt NS-Familienpolitik

Die Basis bei der Stange halten, parteiinterne Kritiker besänftigen und öffentlich für Aufmerksamkeit sorgen: Die rechtsextreme NPD im Landtag von Sachsen hat laut einem Bericht der Sächsischen Zeitung ein Loblied auf die Familienpolitik des Nazi-Regimes gesungen. In einer Debatte über die Folgen des demografischen Wandels im Land sagte NPD-Fraktionschef Holger Apfel am 21. Januar 2009 in Dresden, die Familienpolitik der Nazis sei „nicht menschenverachtend“, sondern „wahrlich sozial, familienfreundlich und vor allem erfolgreich“ gewesen.

Im Sinne von Rechtsextremisten wie Apfel und völkischen Konsorten sind Maßnahmen wie das Verbot von „gemischtrassigen“ Ehen oder Zwangssterilisationen im Rahmen einer rassistischen Bevölkerungspolitik sicherlich „erfolgreich“.

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