Neues Deutschland schmeißt Elsässer raus – Einladung der “Deutschen Stimme”

Das Neue Deutschland hat nach eigenen Angaben die Zusammenarbeit mit dem Autoren Jürgen Elsässer beendet. Hintergrund ist demnach eine von ihm gegründete „Volksinitiative“, die zu einer „Volksfront“ gegen das „anglo-amerikanische Finanzkapital“ aufruft, der sich auch das „national bzw. ›alt-europäisch‹ orientierte Kapital“ anschließen möge. Dieses auf einen äußeren Feind orientierende Projekt habe nichts mit den tragenden redaktionellen Grundsätzen des ND zu tun. „Wir unterstellen Elsässer nicht, ins rechte Lager übergewechselt zu sein, möchten aber nicht als Plattform für sein Vorhaben herhalten; auch nicht insofern, dass der Initiator eine ständige ND-Autorenschaft als Werbung für sein privates politisches Projekt einsetzt. Das ist geschehen.“Das ND sei „aber kein publizistisches Instrument für alte Irrtümer“.

Die NPD sprach postwendend davon, dass „die letzte linkenationele Stimme zum Verstummen“ gebracht werden sollte. Der NPD-Fraktionschef im sächsischen Landtag, Holger Apfel, schrieb in gewohnt dramatischer Weise von einer „stalinistischen Säuberungsaktion“ und verharmloste damit – folgt man der Argumentation aus rechtsradikalen Kreisen, die einen Straftatbestand für das Leugnen stalinistischer Verbrechen fordern – selbst die Verbrechen Stalins. Apfel schreibt weiter: „Ich lade Herrn Elsässer herzlich dazu ein, in der ‚Deutschen Stimme‛ zu veröffentlichen, falls er ein neues publizistisches Umfeld sucht.“

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