Passau: Mannichl weist Spekulationen zurück

Der Passauer Polizeichef Alois Mannichl hat Spekulationen um den Hintergrund des auf ihn verübten Mordanschlags zurückgewiesen. Gegenüber der Münchner Abendzeitung betonte er, er habe den Täter nicht erkannt. Die Süddeutsche Zeitung sowie weitere Medien hatten zuvor die Ungereimtheiten in dem Fall thematisiert. Mannichl zeigte sich dem Bericht zufolge über die Berichte betroffen. „Ich gehe durch ein tiefes Tal. Jeden Tag kommt ein neues. Ich hoffe, dass das bald vorbei ist“, sagte Mannichl der Abendzeitung.

Die SZ  hatte über offene Fragen in dem Fall berichtet. So hätten sich die Zweifel am Hergang der Tat gemehrt. Das Blatt zitierte Ermittler: „Irgendetwas passt da nicht zusammen.“ Erstaunlich ist dem Bericht zufolge beispielsweise, dass Mannichl nur eine sehr ungenaue Personenbeschreibung abgegeben habe. Der Polizeidirektor sagte dazu: „Wenn es ums blanke Überleben geht, denkt man nicht darüber nach, welche Schuhgröße der Täter hat.“ Er sei im Gegenteil froh, dass er sich an so vieles erinnere.

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