Sachsen: Überfälle auf Dönerläden – Razzia in 16 Wohnungen

Bei einer Razzia im Zusammenhang mit den rassistischen Überfällen auf Dresdner Dönerläden nach dem EM-Halbfinale sind 09. Dezember 2008 laut einem Bericht von e110 Wohnungen durchsucht worden. Dabei wurden mehrere Handys beschlagnahmt, wie die Polizei demnach meldete. Durchsucht wurden insgesamt 16 Objekte in Dresden, Bannewitz, Freital, Glashütte und Radebeul. Ziel sei es gewesen, Beweise für die Beteiligung 16 Tatverdächtiger an den Überfällen zu sichern. Die Wohnungsinhaber, Männer zwischen 18 und 26 Jahren, wurden laut Polizei noch am Ort vernommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um Hooligans und rechtsextreme Gewalttäter, die an den Überfällen im Juni beteiligt gewesen sein sollen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der „blitzartige Überfall“ auf die Dönerläden geplant wurde. Mittlerweile werde gegen insgesamt 58 Beschuldigte wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft gegen die Türkei am 25. Juni hatte eineGruppe von Randalierern drei türkische Dönerläden in der Dresdner Neustadt angegriffen.

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