Hakenkreuz-Fall von Mittweida: Verteidiger legt Rechtsmittel ein

Der sogenannte Hakenkreuz-Fall von Mittweida wird weiter die Justiz beschäftigen. Ein Sprecher des Amtsgerichts im sächsischen Hainichen sagte laut einem Bericht des mdr, der Verteidiger der 18-Jährigen habe Rechtsmittel eingelegt. Verteidiger Axel Schweppe hatte dies bereits direkt nach dem Urteil gegen seine Mandantin angekündigt.

Die junge Frau war Mitte November zu 40 Arbeitsstunden verurteilt worden. Sie hatte behauptet, Neonazis hätten sie angegriffen und ihr ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt. Das Gericht kam aber zu dem Schluss, dass sie sich die Verletzung selbst beigebracht habe. Dem Justizsprecher zufolge ist noch unklar, ob es auf eine Revision oder eine Beschwerde hinausläuft. Dazu habe sich der Verteidiger noch nicht geäußert.

Siehe auch: “Hakenkreuz-Fall” von Mittweida: Angebliches Opfer zu 40 Arbeitsstunden verurteilt, Mittweida: Anklage im Hakenkreuz-Fall gegen vermeintliches Opfer, Sachsen: Überfall in Mittweida offenbar doch vorgetäuscht, Deutschland im Herbst 2007: Überfälle, Brandanschläge, Schändungen