18. Todestag: Gedenken an Amadeu Antonio

Am 18. Todestag des Angolaners Amadeu Antonio wird laut einem Bericht der taz in Eberswalde mit einer Gedenkdemonstration an das Opfer rassistischer Gewalt erinnert. Mehr als 30 Initiativen, Vereine und Betriebe wollen für die Abschaffung von Sonderregeln für Flüchtlinge protestieren, teilte die Kampagne „Light me Amadeu“ mit.

Der 28-jährige angolanische Vertragsarbeiter Amadeu Antonio Kiowa war in der Nacht zum 25. November 1990 in Eberswalde aus einer Gruppe von rund 50 Neonazis heraus angegriffen worden. Er erlag seinen Verletzungen am 6. Dezember 1990. Die Demonstration beginnt am 6. Dezember um 14 Uhr am Markt in Eberswalde.

Amadeu Antonio wurde nach Angaben von „Light me Amadeu“ am 12. August 1962 in Quimbele, in der Provinz Uige nordöstlich von  Luanda in Angola geboren. Er war das älteste von insgesamt 12 Kindern der Helena Alfonso.
Bevor er als Vertragsarbeiter in die DDR kam, hatte er in Brasilien, Portugal und der Sowjetunion Ausbildungen absolviert. Er hoffte auf ein Studium der Flugzeugtechnik, wurde aber in Eberswalde, wie die meisten seiner Landsleute, als Fleischer ausgebildet.

Nach Ablauf des Arbeitsvertrages verlängerte sich sein Aufenthalt, weil seine deutsche Freundin ein Kind erwartete.
Noch vor der Geburt des Kindes starb Amadeu Antonio am 6. Dezember 1990 nach zweiwöchigem Koma an den Folgen des rassistischen Überfalls.

Siehe auch: „Volksgemeinschaftliche Abwehrreaktionen“ – Rechtsextremismus in Brandenburg, Spendenaufruf: Opfer rechtsextremer Brandanschläge brauchen Hilfe