Südtiroler Freiheitliche beenden Kooperation mit FPÖ

Der Landesvorstand der Südtiroler Freiheitlichen hat laut einem Bericht des Blick nach rechts beschlossen, die Kontakte zur Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) einzustellen. Pius Leitner (Jg. 1954), seit Oktober 1994 Obmann der Südtiroler Freiheitlichen, erklärte demnach am 11. November auf einer Pressekonferenz in Bozen, dass man mit einer FPÖ unter der Führung von Heinz-Christian Strache nicht zusammenarbeiten könne.

Südtiroler Freiheitlichen „politisch zu brav“

Grund für den Bruch zwischen den Bruderparteien sei die Kooperation der FPÖ mit der italienischen Partei Forza Nuova, die Südtirol als integralen Bestandteil Italiens ansieht, berichtet der bnr. Ein weiterer Grund des Zerwürfnisses seien die Bestrebungen der FPÖ, in Südtirol einen eigenen „Ring Freiheitlicher Jugend“ zu etablieren, da die Jugend der Südtiroler Freiheitlichen „politisch zu brav“ sei.

Die Südtiroler Freiheitlichen wollen die Wiedervereinigung Tirols und fordern das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler. Bei der Landtagswahl am 28. Oktober 2008 wurden die Freiheitlichen mit 13 Prozent die zweitstärkste Partei nach der Südtiroler Volkspartei (SVP). Die Freiheitlichen hatten beim Wahlkampf auf Überfremdungsängste gesetzt und gegen Ausländer mobil gemacht.

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