NRW: Neonazis wollen Heiligabend aufmarschieren

Neonazis wollen laut einem Bericht des blick nach rechts an Heiligabend in Aachen für die „Meinungs- und Demonstrationsfreiheit“ auf die Straße gehen. Grund dafür sei, dass der Aufmarsch vom 8. November zur als Standkundgebung durchgeführt werden durfte. Das Motto des von dem Kölner Neonazi Axel Reitz angemeldeten Aufmarsches lautet demnach: „Da habt ihr die Bescherung! Meinungs- und Demonstrationsfreiheit ist kein Geschenk, sondern unser Recht!“

Reitz, ebenso Anmelder des Aufmarsches am 8. November, schreibt in seinem aktuellen Aufruf: „Wer den Verbotsknüppel auspackt und die Knechtung des Rechts bejubelt, der bekommt am Heiligabend die Rute in Form einer nationalen Demonstration!“ Reitz beziehungsweise der Hamburger Christian Worch hatten laut bnr mehrfach an Heiligabend „gegen Polizeiwillkür“ aufmarschieren lassen, etwa 2004 in Recklinghausen, 2005 in Duisburg und 2006 in Minden. Die Teilnehmerzahlen schwankten dabei zwischen 50 bis 90 Personen.

Mindestens 2000 protestierten gegen Neonazi-Kundgebung

Mindestens 2000 Menschen hatten nach Polizeiangaben am 08. November 2008 in Aachen gegen die Standkundgebung von gut 100 Neonazis demonstriert. Eigentlich wollten die Rechtsextremisten unter dem Motto “Gegen einseitige Vergangenheitsbewältigung! Gedenkt der deutschen Opfer” durch die Stadt ziehen, da sie aber laut Polizei nicht bereit waren, bestimmte Auflagen zu erfüllen, gab es eben diese Aktionsform. In Düren führten die Neonazis den Angaben zufolge noch eine spontane Kundgebung durch, um gegen die “staatliche Repression” zu protestieren.

Siehe auch: Hessen: 1500 Menschen demonstrieren gegen Neonazi-Aufmarsch, TV- und Buchtipp: Die Odyssee der KinderPogrom vom 9. November 1938: Weißwäscher am WerkHessen: Neonazi-Aufmarsch zur Pogromnacht verboten, Neonazis wollen zur Reichspogromnacht aufmarschieren, Auschwitz: Das präzedenzlose Verbrechen, 69 Jahre nach der Reichspogromnacht: Erneut jüdischer Friedhof geschändet