Neonazi-Konzerte und Heldengedenken am 14./15. November

Wie Endstation Rechts berichtet, sollte am 14. November 2008 ein Neonazi-Konzert im „Großraum“ Rostock“ stattfinden. Das wäre bereits die zweite Veranstaltung innerhalb weniger Wochen gewesen. „MVregio“ berichtet demnach, dass das geplante Rechtsrockkonzert in der Gewerbehalle Rostock/Park im Tannenweg kurzfristig durch Polizei und Ordnungsamt wegen baupolizeilicher Mängel und mangelnder Hygieneeinrichtungen abgesagt wurde.

Auf dem Flyer, der mit dem Hinweis „nicht in Foren veröffentlichen“ versehen war, wurden laut ER die Bands „Sturmwehr“, „Die Liebenfels Kapelle“, „Das letzte Aufgebot“ sowie „Kahlschlag“ angekündigt. Laut Informationen von „MVregio“ sei der Vermieter der Gewerbehalle im Vorfeld vom Veranstalter Martin K. nicht darüber informiert worden, was dort stattfinden sollte. Nach dem Verbot, das Konzert in der Halle stattfinden zu lassen, wollte K. das Konzert nach draußen verlegen und kurzerhand ein Open Air Konzert anmelden, so der Bericht weiter. Dem sei ebenfalls nicht stattgegeben worden.

Neonazi-Konzert in Südbayern?

Nach Informationen von NPD-BLOG.INFO sollte zudem am 15. November 2008 ein Neonazi-Konzert mit Bands aus Deutschland und der Schweiz im Raum Südbayern stattfinden. Dieses Konzert war möglicherweise Teil der Mobilisierung zum „Heldengedenken in München“, an dem nach Neonazi-Informationen etwa 180 Personen teilnahmen. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung demonstrierten etwa 600 Personen gegen den Aufmarsch, der von dem bayerischen Neonazi Hasselbach organisiert wurde und an dem unter anderem auch der NPD-Funktionär Karl Richter teilnahm.

„Heldengedenken“ auch in Berlin und Brandenburg

Auch in Berlin marschierten Neonazis zu einem Heldengedenken auf; ein Aufmarsch von Rechtsextremisten aus Brandenburg und Sachsen wurde am 14. November 2008 laut 20Cent in Burg / Brandenburg aufgelöst. Wie die Polizei berichtete, hatten sich etwa 80 Neonazis mit Fackeln und Transparenten offenbar unangemeldet versammelt. Die Einsatzkräfte nahmen demnach 44 Neonazis fest, darunter Personen aus Dresden, Görlitz, Riesa und Chemnitz.

Am Soldatenfriedhof Halbe, über Jahre Aufmarschort von Neonazis zum „Heldengedenken“, blieb es in diesem Jahr erneut ruhig.

Siehe zu Neonazi-Konzerten: Nazi-Konzert in MVP: “Diskussionswürdige Entscheidung” / Polizei kritisiert Kommune, SH: Gemeinde kauft Neonazi-Treff in Neufeld, “Fast null” Neonazi-Konzerte, Nazi-Konzerte: 1,2,3… viele!?!

Siehe zu „Heldengedenken“: Halbe: Offenbar kein Nazi-Heldengedenken mehr, Keine Nazi-Aufmärsche mehr auf Friedhof in Halbe