“Kleidung von Thor Steinar hat in der Polizei grundsätzlich nichts zu suchen”

Dieter Glietsch sei „sauer wie selten“ heißt es in der Berliner Polizei. Der Präsident ärgere sich kräftig über den Fall des Beamten, der bei einem Einsatz am Rande einer Demonstration am 09. November 2008 eine Strickweste der Marke Thor Steinar trug, die bei Neonazis fast schon Kultstatus genießt. Auch im Gespräch mit dem Tagesspiegel sei Glietsch anzumerken, wie sehr ihn diese Geschichte beschäftige, die dem Ruf der Berliner Polizei nicht gerade guttue. „Kleidung von Thor Steinar hat in der Polizei grundsätzlich nichts zu suchen“, sagte der Präsident dem Blatt etwas lauter als gewohnt. Und er warnte: „Das Tragen von Klamotten der rechten Szene begründet den Verdacht einer Dienstpflichtverletzung, ohne dass es einer besonderen Kleidungsordnung bedarf.“

Nach Informationen des Tagesspiegels hat der Beamte inzwischen gegenüber Vorgesetzten angegeben, er habe nicht gewusst, was das Thor-Steinar-Logo bedeutet. Glietsch wollte sich dazu nicht äußern, sagte aber, Hinweise auf eine rechtsextreme Gesinnung des Mannes gebe es bislang nicht. Doch der Polizeipräsident wolle wissen, ob der Beamte schon länger in der Direktion 3 mit Thor-Steinar-Kleidung herumlief. „Die Vorgesetzten sagen nein“, berichtete Glietsch dem Tagesspiegel, aber es bleibe offen, ob ihm die Antwort genüge. Der Beamte selbst müsse noch nach den Regeln des Disziplinarrechts vernommen werden. „Dass ein Polizist am Jahrestag der Pogromnacht mit Thor- Steinar-Klamotten herumläuft, bedarf einer gründlichen Prüfung“, betonte Glietsch. Es sei ja nicht so, „dass man in Berlin nicht wüsste, wofür Thor Steinar steht“. Und erst recht nicht als Polizist „und schon gar nicht, wenn man der Direktion 3 angehört“.

Siehe auch: Berliner Polizist mit TS-Pullover bei Gedenken zur Reichspogromnacht, “Thor Steinar”-Laden in Magdeburg muss schließen, Thor Steinar – “Hausbesuche” mit G36 sorgen für neuen Ärger, Hamburg: “Thor Steinar” auf dem Weg zur etablierten Marke?, Hamburg: Eröffnung von Thor-Steinar-Laden zwischenzeitlich gestoppt, Spekulationen über Neubau des Thor-Steinar-Modemachers, Norwegen geht gehen Quisling-Fans vorNPD-BLOG.INFO über Thor Steinar.

14 thoughts on ““Kleidung von Thor Steinar hat in der Polizei grundsätzlich nichts zu suchen”

  1. Herr Slomki,
    die Ironie in Ihren Bemerkungen liegt darin, dass Sie den Atheismus schon wieder mit einem religiös-fundamentalischem Wahn verteidigen. Ihre Panikmache vor angeblichen Evangelikalen und Fundametalisten „Unterwanderern“ in Staat und Gesellschaft steht in ihrer Verbortheit nicht hinter den Weltuntergangsfantasien selbsternannter, religiöser Gurus zurück. Fehlt nur doch, dass Sie uns zurufen: Erwachet.

    Die argumentative Übersteigerung des Falles oben (Polizei) ins Absurde hingegen ist typisch für Rechtsextremisten, um das angeblich „antideutsche System“ zu entlarven. Sie bedienen sich also sowohl naiver religiöser wie auch rechtsextremer Argumentationsmuster.
    Das dürfen Sie mir jetzt auch wieder vorhalten im Sinne von: Man wird ja noch mal sagen dürfen, dass..

  2. Wie kann denn ein Atheist den Atheismus mit einem religiös-fundamentalistischen Wahn verteidigenß Das ist doch ein Widerspruch in sich!
    Und wo erfolgt denn eine solche Verteidigung des Atheismus durch Hartmut Slomski?
    Wenn etwas mit einem religiös-fundamentalistischen Wahn verteidigt wird, dann doch wohl diese ganze Polemik gegen Thor Steinar in Verbindung mit Runen und heidnischen Symbolen!
    Aber was soll man auch von religiösen Fanatikern erwarten, die noch nicht einmal zwischen Odinisten und Wiccas unterscheiden können?

  3. Ach was? Er hat es gewagt Thor Steinar-Klamotten zu tragen? Und nun hat er sich immer noch nicht offiziell Entschuldigt?
    Das macht doch alles nur noch schlimmer für ihn. Jehova, Jehova, Jehova!

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