Bündnis ruft zu Demonstration gegen Neonazi-Aufmarsch auf

Nachdem das Verwaltungsgericht Kassel die Verbotsverfügung der Stadt Fulda gegen eine NPD-Demo in der Stadt kassiert und gleichzeitig einem Eilantrag der NPD stattgegeben hat, dürfen die Rechtsextremisten am 8. November 2008 in Fulda aufmarschieren. Das Fuldaer „Aktionsbündnis gegen Neo-Nazis – Fulda bleibt demokratisch und weltoffen“, hat laut FR die Bürger aufgerufen, ihre Ablehnung von rechtsextremem Gedankengut durch Teilnahme an den Veranstaltungen des breiten gesellschaftlichen Bündnisses deutlich zu machen. Dazu laden demnach die beiden christlichen Kirchen, die jüdische Gemeinde, die Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit, Parteien (darunter CDU und SPD), die Gewerkschaften des DGB und weitere Vereine und Verbände ein.

Heutige Rechtsextremen seien laut Aktionsbündnis nichts mehr und nichts weniger als „Nachfolger der massenmörderischen Nazis, wahnhafte Antisemiten und ohne jedes Programm für innen- und weltgesellschaftliche Herausforderungen der Gegenwart“.

Die 2. Kammer des Verwaltungsgerichts Kassel hatte nach eigenen Angaben einem Eilantrag des Landesorganisationsleiters der NPD-Hessen auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung seines Widerspruchs gegen ein für sofort vollziehbar erklärtes Demonstrationsverbot des Bürgermeisters der Stadt Fulda stattgegeben. Die für den 08. November in Fulda vorgesehene Demonstration wurde zum Thema “Endlich auferstehen aus den Ruinen – Deutschlands Zukunft liegt in unserer Hand” angemeldet. Nach Angaben des Veranstalters sei der 19. Jahrestag des Mauerfalles Anlass der Demonstration.

Siehe auch: Hessen: Neonazi-Aufmarsch verboten, Neonazis wollen zur Reichspogromnacht aufmarschieren, Auschwitz: Das präzedenzlose Verbrechen, 69 Jahre nach der Reichspogromnacht: Erneut jüdischer Friedhof geschändet