“Thor Steinar”-Laden in Magdeburg muss schließen

Das Kleidungsgeschäft im Magdeburger Hundertwasserhaus, das „Thor Steinar“-Produkte verkauft, muss schließen. Dies entschied das Oberlandesgericht Naumburg am 28. Oktober 2008 laut einem Bericht des europolitan. Das Gericht wies damit eine Berufungsklage des Ladenbetreibers gegen eine Zwangsräumung zurück. In der Urteilsbegründung hieß es den Angaben zufolge, der Betreiber habe seine Vermieter „arglistig getäuscht“.

Die Richter hatten bereits angedeutet, dass sie einem Urteil des Landgerichts folgen würden, wonach die Räumung des Ladens rechtsmäßig sei. Begründung: Der Vermieter sei bei Abschluss des Mietvertrags nicht darüber informiert worden, dass Artikel der Marke Thor Steinar verkauft werden sollten.

Leipzig, Berlin, Hamburg

In Leipzig läuft Medienberichten zufolge ein ähnlicher Rechtsstreit vor Gericht, auch dort fühlte sich der Vermieter getäuscht. Auch in Berlin entschieden Richter, dass ein Geschäft der Firma in der Rosa-Luxemburg-Straße geräumt werden müsste. Das Berliner Landgericht gab dabei einer Klage des Vermieters statt; nach Ansicht der Richter hätte dieser darüber informiert werden müssen, welche Marken und Waren angeboten werden sollen. Gegen dieses Urteil ist allerdings noch Berufung möglich.

In Hamburg einigten sich die staatliche HSH Nordbank und Meusel hingegen außergerichtlich auf die Schließung eines Geschäfts in der Innenstadt. Allerdings dürfte Protex dafür eine beträchtliche Summe kassieren, zudem war Thor Steinar lange in den Schlagzeilen – und blamierte die HSH Nordbank gründlich.

Siehe auch: Thor Steinar – “Hausbesuche” mit G36 sorgen für neuen Ärger, Hamburg: “Thor Steinar” auf dem Weg zur etablierten Marke?, Hamburg: Eröffnung von Thor-Steinar-Laden zwischenzeitlich gestoppt, Spekulationen über Neubau des Thor-Steinar-Modemachers, Norwegen geht gehen Quisling-Fans vorNPD-BLOG.INFO über Thor Steinar.