Berlin: Anklage wegen rassistischer Brandanschläge

Die Staatsanwaltschaft hat laut einem Bericht der taz Anklage gegen einen 16- und einen 19-jährigen Mann wegen zweier fremdenfeindlich motivierter Brandanschläge im März und April dieses Jahres erhoben. Die beiden Männer sollen in der Nacht vom 21. zum 22 März sowie am 20. April in Rudow gezielt zwei Einfamilienhäuser von Besitzern nichtdeutscher Herkunft mit Molotowcocktails angegriffen haben, sagte Oberstaatsanwältin Simone Hebeth gestern. In einem Fall hätten die Täter den Tod der schlafenden Hausbewohner in Kauf genommen, hieß es. Es entstand nur dadurch kein Feuer, dass die Brandsätze jeweils nicht die Fenster trafen, sondern an der Hauswand abprallten.

Siehe auch: Berlin: Weniger Neonazis, mehr Gewaltbereitschaft, Berlin: Erneut rassistische Übergriffe / Brandanschlag in Rudow, Berlin: NPD-Solidarität mit verurteiltem Gewalttäter